Die Moiren

Moiren: Das Spiel mit den Fäden und den Leben

Götter & Schicksalsmächte

Moiren · griechische Mythologie · Schicksal

Schicksalsgöttinnen werden sie oft genannt und in ihren Händen liegt das Leben. Sie entscheiden über das Schicksal jedes einzelnen Lebewesens, sie entscheiden über das Leben und den Tod und was es für jemanden bereithält. Ihre Entscheidungen sind endgültig, sowohl für Götter als auch für Sterbliche.

Wer sind die Moiren?

Die Moiren gelten in der griechischen Mythologie als die Schicksalsgöttinnen. In ihren Händen liegen das Leben und das Schicksal. Sie entscheiden über das Leben und den Tod. Bei den Moiren handelt es sich um drei Schicksalsgöttinnen. Darunter zählen Klotho (die Spinnerin), Lachesis (die Zuteilung) und Atropos (die Unabwendbare). Ihre Entstehung ist bis heute umstritten. In einigen Mythologien heißt es, sie sind die Töchter der Göttin Nyx, während andere Geschichten davon berichten, dass Zeus der Vater und Themis die Mutter sei.

Je nachdem, an welche Entstehung man glauben mag, symbolisieren die Moiren und das Schicksal etwas anderes. Durch Nyx als Mutter wird das Schicksal in der urzeitlichen Finsternis verankert, unabhängig von den Göttern des Olymps. Das Schicksal steht für Dunkelheit, ist geheimnisvoll und schicksalhaft. Bei der Annahme hingegen, sie seien die Töchter von Themis, wird das Schicksal als eine göttliche Gerechtigkeit dargestellt. Es ist eine Gesetzmäßigkeit und kosmische Ordnung, an die sich gehalten werden muss.

Die Lebensfäden der Moiren

Wenn ein neues Leben entsteht, wird gesagt, dass die Moiren bei der Geburt einen Faden spinnen. Klotho ist die Verantwortliche dafür. Für den Beginn eines neuen Lebens zieht sie einen Faden von ihrem Spinnrocken und bestimmt die Beschaffenheit. Klotho ist die jüngste der drei Moiren, während Lachesis die zweitälteste ist. Lachesis bestimmt mit ihrem Maßstab die Länge eines jeden Lebenfadens, was durch ein Los bestimmt wurde. Zugleich bestimmt sie aber nicht nur die Lebensspanne eines Lebewesens, sondern teilt ihm auch sein Schicksal und den Lebensweg zu. Dieses ist in der griechischen Mythologie vorbestimmt und unabwendbar. Die letzte und älteste der drei Schwestern Atropos zertrennt die Lebensfäden mit einer Schere, wenn deren Ende gekommen ist. Durch das Zertrennen der Fäden endet das irdische Leben und der Tod ist unumgänglich.

Symbole der Moiren: Spindel, Maßstab und Schere

Für die Moiren gibt es einige Symbole, die mit ihnen assoziiert werden und vor allem auch jede einzelne repräsentieren. Die Spindel von Klotho ist nicht nur ein Gegenstand, um Lebensfäden zu spinnen, sondern wurde in der griechischen Mythologie gewählt, um sie tief in den Alltag zu verwurzeln. Das Spinnen war vor allem ein Handwerk, das von Frauen ausgeführt wurde und daher wurde das Schicksal der Moiren mit diesem Handwerk gleichgesetzt.

Die Spindel steht für Schöpfung und den rotierenden Ursprung der Zeit, wobei jede Umdrehung den Beginn einer neuen Existenz markiert.

Das Werkzeug von Lachesis, der Maßstab steht für die Gerechtigkeit der Zuteilung. Es gibt jedem Lebewesen einen Raum zwischen Glück und Prüfung, wo der freie Wille in eine richtige Bahn gelenkt wird.

Die Schere der Atropos hingegen steht für die Trennung von Körper und Seele und ihr Wirken läutet das Ende eines Lebens ein.

Diese Symbole der Moiren verdeutlichen, dass die Lebensfäden nicht willkürlich entstehen, sondern es eine Ordnung gibt, die durch klare Strukturen und Handwerk bestimmt wird. Auch wenn das Schicksal willkürlich wirkt, ist es die Arbeit der Moiren nicht.

Evanthe Vasquez
 
Geschrieben von Evanthe Vasquez
 
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