Titanomachie

Titanomachie – der Krieg zwischen Titanen und Göttern

Mythen & Göttliche Kriege

Titanomachie · Kronos · Zeus

Die Titanomachie- ein Kampf zwischen zwei Göttergeschlechtern, den Titanen und den Kindern des Kronos, den Göttern. Dieser Krieg hielt den Mythen zufolge elf ganze Jahre an und war somit auch ein sehr wichtiger Wendepunkt in der griechischen Mythologie.

Der Ursprung der Titanomachie: Gaia, Uranos und Kronos

Der Mythos der Titanomachie hat einen sehr tiefen Ursprung in der griechischen Mythologie. So kann man hier nicht einfach mit dem Krieg die Geschichte beginnen, sondern muss noch weiter in die Vergangenheit der Götter blicken.

Gaia, die Mutter von Kronos und seinen Geschwistern, gebar neben ihnen noch zwei weitere Drillinge, die Hekatoncheiren und die Kyklopen. Da diese den Schönheitswünschen des Ouranos aber nicht gefielen, sperrte dieser die Wesen in den Tartaros, wo diese nun gefangen in der Dunkelheit aufwuchsen. Daraufhin stiftete die verletzte und wütende Gaia ihre Kinder an, ihren Vater zu entmannen. Nur Kronos traute sich, diese Aufgabe zu übernehmen. Er schaffte es, wurde der Anführer der Titanen, der Herr der Zeit.  Von dem Blut oder nach anderen Quellen dem Samen des Uranos, das/der dabei zur Erde (Gaia) fiel, wurden die Giganten, die Erinnyen und die Meliaden gezeugt.

Zeus und die Befreiung der Kinder des Kronos

Doch Kronos befreite seine Geschwister nicht aus den Tiefen des Tartaros, sondern verbannte die durch Uranos bluterschaffenen Wesen auch in die Tiefen des Tartaros - ganz zum Entsetzen seiner Mutter. Wütend prophezeite sie ihm, dass seine eigenen Kinder gegen seine Herrschaft ebenso rebellieren würden, wie er gegen die seines Vaters. Somit geschah es, dass Kronos vor Angst vor seinen Kindern heimgesucht wurde, weswegen er, sobald Rhea, seine Ehegattin (und Schwester) ein Kind gebar, es ihr wegnahm und es fraß. Doch auch Rhea hatte irgendwann genug davon und gab Kronos statt Zeus, dem letzten Kind, das sie gebar, einen in Windeln gewickelten Stein zu fressen. Den kleinen Zeus versteckte sie in einer Höhle des Dikti-Gebirges auf Kreta, wo sie ihn heimlich auf die Welt gebracht hatte. Zeus wurde in der Zwischenzeit von der Ziege Amaltheia versorgt und von den Kureten beschützt. Die Kureten erzeugten Lärm, um die Schreie des kleinen Zeus zu verbergen. Somit wuchs Zeus ohne Schaden zu nehmen auf. Sobald er erwachsen war, schlich sich Zeus unter die Titanen ein und schaffte es, Kronos eine Mischung aus Senf und Wein, einen Trank, den er von Metis bekommen hatte, unterzumischen, woraufhin dieser die verschlungenen Götter auswürgte, die durch ihre Unsterblichkeit im Magen ihres Vaters überleben konnten.

Kaum ausgewürgt schafften die ausgespuckten Götter, sich gegen ihren Vater zu erheben. Der Krieg begann.

Der Verlauf der Titanomachie und der Sieg der Götter

Auf den Rat von Gaia hin schlug Zeus die Wächterin Kampe und befreite so befreite Zeus die dort eingesperrten hunderthändigen Hekatoncheiren, die den olympischen Göttern halfen, indem sie große Steine auf die Titanen schleuderten. Die Zyklopen halfen Zeus, seine hervorragendste Waffe, den Donnerkeil, zu schaffen. Sie schmiedeten auch den Dreizack von Poseidon und für Hades einen Helm, der Unsichtbarkeit verleiht - den Helm der Finsternis.

Nach einem Jahrzehnt besiegten die Götter dann die Titanen, welche sie in den Tartaros sperrten, wo Zeus die Hekatoncheiren als Wächter einsetzte.

Nach der Titanomachie: die Herrschaft der olympischen Götter

Nach dem Krieg entschieden Zeus, Poseidon und Hades darüber, wer welches Herrschaftsgebiet bekam. Zeus wählte den Himmel, Poseidon bekam das Meer, Hades die Unterwelt. die Titanen bekamen ihre Strafe, die neutral gebliebenen wie Prometeus und Mnemosyne behielten ihre Stellung, während andere Titanen wie Atlas eine schwere Strafe aufgelastet bekamen. So war es Atlas Strafe, den Himmel auf seinen Rücken zu tragen und ihn vorm Zusammenbrechen zu bewahren.

Auch ein neuer Standort wurde gewählt. So wurde der Olymp, als größter Berg Griechenlandes zum neuen Standort der Götter.

Die Titanomachie in Percy Jackson: Kronos und die Schlacht um Manhattan

In der Buchreihe Percy Jackson kommt eine ähnliche Situation wie die Titanomachie auf. Kronos kehrt zurück und versucht, die Herrschaft der Götter wieder an sich zu reißen, was in Band Fünf zur Schlacht um Manhattan ausartet. Am Boden kämpften die Halbgötter des Campes und ihre Verbündeten gegen die Truppen des Kronos, aus Monstern, Titanen wie Hyperion und anderen Halbgöttern bestehend. Im Himmel kämpften die Götter gegen Typhon und andere gegnerische Götter. Das erheben von Kronos wurde nur durch die Selbstopferung Lukes aufgehalten, der somit die erste Große Prophezeiung erfüllte.

 
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