Campmas-Komplimente
Eigentlich hatte Mercury nur versucht, den chaotischen Dachboden etwas aufzuräumen, um eventuell noch ein paar vergessene Dekoartikel zu erhaschen. Es war eisig kalt, furchtbar staubig und
irgendjemand (scheinbar eine sehr fliederige Täterin) hatte alles einmal mit einer Portion Glitzer dekorieren müssen. Bei jedem Schritt knarrten so nicht nur die alten Holzdielen, sondern Mercury hinterließ auch einige funkelnde Fußspuren.
Und während er sich so durch die glitzernden Stapel wühlte, fiel ihm doch irgendwann
eine ganz besondere Box in die Hände. Hübsch verpackt in einem roten Schleifchen lächelte der kleine Karton ihm entgegen und strahlte dabei so viel Wärme aus, dass Mercury gar nicht anders konnte, als den Inhalt näher zu betrachten. Jede Menge kleiner, mittlerweile teilweise vergilbter Zettel kamen ihm entgegen – doch keinesfalls war es Müll. Ganz im Gegenteil.
Auf den Zettelchen standen lauter kleine Nachrichten in geschwungener Schrift:
“Danke, dass du immer zuhörst”, “Ohne dich wäre das Camp ein wenig dunkler”, “Niemand kann so gut kochen wie du”...
Kein Absender, kein Empfänger. Nur ehrliche Worte und Wärme zwischen all dem frostigen Chaos im Camp. Und Mercury? Mercury grinste, denn während er immer mehr der lieben Nachrichten las, formte sich in seinem Kopf eine Idee, die Weihnachten im Camp zu etwas ganz Besonderem machen könnte.