Die gefährlichsten Monster der griechischen Mythologie
Kerberos, Hydra, Chimäre - uns allen sind diese Namen bekannt und wir alle verbinden sie mit dem Wort ‚Monster‘. Laut der offiziellen Definition werden so ‚furchterregende, hässliche Fabelwesen und Ungeheuer von fantastischer, meist riesenhafter Gestalt‘ genannt. Passen jedoch alle Monster dieser Definition an? Was für verschiedene Monster gibt es überhaupt in der griechischen Mythologie? In diesem Blog werden ein paar ausgewählte Kreaturen vorgestellt, die man in den Geschichten der griechischen Mythologie finden kann.
Was macht ein Monster wirklich gefährlich?
Es gibt viele verschiedene Aspekte, die Monster gefährlich machen. Zum einen machen ihre enorme Stärke und Größe sie zu einer großen Bedrohung, da es schwerer ist sie zu besiegen und ein getroffener Angriff kann schwere Folgen haben. Doch auch kleine Monster können ein Problem sein. Ihre Agilität und Schnelligkeit macht es schwierig, Angriffen auszuweichen. Noch dazu erschweren besondere Fähigkeiten wie Feuer speien oder säurehaltiges Gift spucken den Kampf. Nichtsdestotrotz darf man die Intelligenz der Monster nicht vergessen. Denn mit dieser können sie ihre Gegner austricksen, Schwächen ausnutzen und Fallen ausweichen.
Welche Monster gibt es in der griechischen Mythologie?
Typhon
Typhon ist die stärkste und gefährlichste Kreatur in der griechischen Mythologie. Er ist ein Kind der Göttin Gaia und dem Gott Tartarus und wurde als Gegensatz des Zeus gesehen. Seine Frau ist Echidna, mit welcher er viele monströse Kinder hat, weshalb er auch als ‘Vater aller Monster’ bezeichnet wird. Dazu zählen unter anderem Kerberos, Hydra, Chimäre, Sphinx, Ladon, etc. Er besitzt eine massive Stärke und Widerstandsfähigkeit, wodurch er sogar die Angriffe der Olympier aushalten konnte.
In den antiken Mythen wird er als Mischwesen mit 100 Drachenköpfen, alle mit schrecklichen Stimmen beschrieben. Die Darstellung in den Percy Jackson Büchern wird wahrscheinlich von seinem Beinamen ‘Vater der schlimmen Winde’ inspiriert. In diesen ist nämlich sein äußeres Erscheinungsbild nicht eindeutig erkennbar, da er ständig von einem Nebel umgeben ist. Sichtbar ist nur eine schattenhafte Figur aus dunklen Wolken.
Er alleine ist der stärkste Feind der Olympier. Als Gaia ihm befahl, die Götter zu zerstören, flohen diese anfangs vor ihm. Trotzdem gelang es ihm, Zeus Sehne zu stehlen, wodurch dieser von Hermes gerettet werden musste. Erst beim nächsten Kampf zwischen dem Göttervater und Typhon gelang es Zeus, ihn zu besiegen und schließlich unter dem Ätna zu begraben.
Chimäre
Die Chimäre, oder auch Χίμαιρα wie sie im altgriechischen genannt wird, ist ein Kind von Typhon und Echidna und ein Mischwesen. Das bedeutet, ihr Körper setzt sich aus verschiedenen Tieren zusammen. Ihr Kopf ist der eines Löwen, ihr Körper, der einer Ziege und zwei Schlangen bilden ihren Schwanz. Durch diese Zusammensetzung besitzt die Chimäre verschiedene Fähigkeiten, wie Feuer speien, enorme Stärke und menschliche Intelligenz. Außerdem kann sie ihre Gegner mit einem säurehaltigen Gift verletzen. Diese Kombination macht sie zu einer sehr gefährlichen Kreatur.
Hydra
Die Hydra ist ebenfalls ein Kind des Typhons und der Echidna. In den antiken Überlieferungen lebte sie in den Sümpfen von Lerna, wo sie Furcht und Schrecken verbreitete. Doch in den Percy Jackson Büchern lebt sie mitten im Wald in einem Donut-Shop. Das Besondere an ihr war ihre Fähigkeit, dass für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue nachwachsen. Noch dazu war der mittlere Kopf unsterblich und sie konnte Säure speien. Demnach ist ein Kampf gegen sie keine leichte Aufgabe, auch wenn sie nicht die gefährlichste ihrer Geschwister ist.
In der Mythologie gelang es Herakles, die Hydra zu besiegen, da sein Neffe Iolaos die Stumpfe sofort nach der Köpfung mit Flammen versiegelte. Dadurch konnten keine neuen Köpfe nachwachsen. Den unsterblichen Kopf vergrub er unter einem Stein und tränkte seine Pfeile in ihrer Säure, damit diese noch tödlicher wurden.
Kerberos
Kerberos ist ein Höllenhund, der in der griechischen Mythologie keine eindeutige Darstellung besitzt. In manchen Mythen besitzt er nur einen oder drei Köpfe, in anderen jedoch 50 oder 100 mit 100 Schlangen an diesen und drei Zungen. In den Percy Jackson Büchern besitzt er nur 3 Köpfe und ähnelt in seinem Aussehen einem Rottweiler, der jedoch so groß wie ein Mammut ist. Er ist vor allem für seine Aufgabe, die Tore der Unterwelt zu bewachen, bekannt. Diese erledigt er auch ohne Reue. Seelen, die versuchen zu fliehen, werden von ihm gefressen und wenn man in die Unterwelt gelangen möchte, muss man versuchen, den Höllenhund auszutricksen. Seine Gefahr liegt in seiner Größe und Stärke, gegen die es als Halbgott schwer ist anzukommen.
Empousen
Die Empousen sind Diener der Göttin Hekate und sie haben die Aufgabe, Wege und Kreuzungen zu beschützen und Reisende zu fressen. Man soll sie mit Beleidigungen und Beschimpfungen leicht vertrieben können. Jedoch lässt ihre Schönheit diese Kreaturen auf den ersten Blick recht unscheinbar wirken. Dadurch und mit ihrer Fähigkeit Charmespeak können sie Männer leicht verführen, wodurch diese leichte Beute für sie sind. Dies macht sie auch so gefährlich, da man die Gefahr erst wahrnimmt, wenn es schon zu spät ist. Allerdings sind sie auch Gestaltenwandler. In ihrer wahren Form bestehen ihre Haare aus Flammen, sie haben scharfe Vampirzähne, rot glühende Augen, weiße Haut und ein Bein eines Esels und eines aus himmlischer Bronze. Sogar der Gott Dionysos war verängstigt, als er mit seinem Diener eine Empusa auf seinem Weg in die Unterwelt traf. Was zeigt, dass auch sie eine ernstzunehmende Bedrohung sind.
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